Sortierung

Sortierung
Sor|tie|rung 〈f. 20das Sortieren

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Sor|tie|rung, die; -, -en:
1. <o. Pl.> das Sortieren:
die S. erfolgt nach der Größe.
2. Reichtum an Sorten, Sortiment (1).

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I
Sortierung
 
[zu italienisch sortire, von lateinisch sortiri »(er)losen«, »auswählen«],
 
 1) allgemein: das Ordnen nach Arten und Wertgruppen.
 
 2) Aufbereitung: wichtige Arbeitsstufe bei der Zerlegung eines Gemischs (Haufwerks) nach physikalischen und geometrischen Merkmalen wie Dichte, Korngröße, Benetzbarkeit durch Wasser, Öl, magnetische (Suszeptibilität) oder elektrische Eigenschaften, aber auch nach Form, Farbe und Glanz. - Ziel der Abfallsortierung ist die Rückgewinnung von Stoffen aus Abfällen, um sie als Sekundärrohstoffe wieder in den industriellen Produktionsprozess einzubringen (Recycling). Wichtige Sortierverfahren sind das Sortieren von Hand auf Förderbändern (»Klauben«, meist nach dem Aussehen, maschinell auch nach radiologischen Eigenschaften), die Sortierung mit der Setzmaschine, Schwertrübeverfahren, Herdaufbereitung, Flotation, Magnetscheidung. Bei der Elektrosortierung (elektrische Trennverfahren) nutzt man die unterschiedlichen elektrischen Eigenschaften zur Feststofftrennung. (Sichten, Klassierung, Siebanalyse)
II
Sortierung,
 
das Anordnen von Elementen einer Menge in einer durch ein Sortierkriterium vorgegebenen Reihenfolge. Der Begriff wird nicht nur für den Vorgang des Sortierens, sondern auch für dessen Ergebnis verwendet.
 
Grundsätzlich ist bei Daten die Sortierung nach dem Bezeichner oder nach einem anderen Ordnungsbegriff (Sortierschlüssel) möglich. Praktisch unterscheidet man die alphabetische Sortierung (in verschiedenen Ausprägungen, s. u.), die numerische und die chronologische Sortierung. Durch die Vorgabe der Sortierreihenfolge unterscheidet man die aufsteigende Sortierung, bei der das vorangehende Element der Folge entsprechend dem Sortierkriterium kleiner oder gleich dem nachfolgenden ist, und die absteigende Sortierung mit entgegengesetzter Sortierreihenfolge.
 
Bei der chronologischen Sortierung werden die Elemente (z. B. Datensätze einer Datenbank) nach ihrem Entstehungsdatum oder anderen Daten in zeitlicher Reihenfolge geordnet.
 
Die numerische Sortierung ordnet Zahlen nach ihrer Größe (die Reihenfolge wäre also z. B. 7, 23, 110).
 
Bei der alphabetischen Sortierung werden Bezeichner in der Reihenfolge der Buchstaben des Alphabets angeordnet. Prinzipiell liegt dabei die Abbildung der Buchstabenreihenfolge auf eine Zahlenfolge zugrunde, z. B. auf die Zahlen 1-26 entsprechend ihrer Position im Alphabet (a Nummer 1, z Nummer 26). Man kann dabei verschiedene Sortiermethoden unterscheiden: Bei streng alphabetischer Sortierung - angewandt v. a. in deutschen Nachschlagewerken, auch in diesem - wird Buchstabe für Buchstabe sortiert, Leerstellen werden ignoriert (z. B. elektronische Datenverarbeitung, elektronischer Katalog, elektronische Sounderzeugung). Bei wortweiser alphabetischer Sortierung, v. a. im englischen Sprachraum verbreitet, wird die Wortgrenze dagegen berücksichtigt (z. B. elektronische Datenverarbeitung, elektronische Sounderzeugung, elektronischer Katalog).
 
Grundlegendes Prinzip des Sortiervorgangs ist der Vergleich mithilfe eines Vergleichsoperators. Je nach Zahl der für das Sortieren nötigen Vergleiche unterscheidet man verschiedene Algorithmen. Einfache Verfahren (z. B. Bubble Sort) vergleichen jedes Element mit jedem anderen Element der zu sortierenden Folge; dies führt dazu, dass die Zahl der Vergleiche quadratisch mit der Zahl der zu sortierenden Elemente wächst. Wegen des Aufwands sind große Mengen von Daten so nicht in vernünftigen Zeiten zu sortieren. Aufwendigere Algorithmen dagegen versuchen, die Zahl der Vergleiche so klein wie möglich zu halten. Solche Algorithmen sind z. B. Quicksort und Heapsort.
 
 
 
Die meisten Sortierfunktionen von Anwendungsprogrammen greifen bei der alphabetischen Sortierung auf die Position der Zeichen im ASCII-Code zurück. Bei sehr einfachen Funktionen oder schlecht aus dem Amerikanischen ins Deutsche lokalisierten Programmen werden dann die Umlaute und das deutsche ß falsch, nämlich nach dem Z, einsortiert, da sie im ASCII-Code nicht enthalten sind. Bessere Programme vermeiden diesen Fehler durch zusätzliche interne Abfragen.

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Sor|tie|rung, die; -, -en: 1. <o. Pl.> das Sortieren: die S. erfolgt nach der Größe. 2. Reichtum an Sorten, ↑Sortiment (1).

Universal-Lexikon. 2012.

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